Eichhörnchen „manipuliert“ Präsidentschaftswahl in den USA.

Washington D. C. (USA). Mantrahaft wiederholt der republikanische US-Präsidentschaftskandidat den Vorwurf, die Wahl sei zu seinen Ungunsten manipuliert, wann immer seine Umfrageergebnisse sinken. Mit dieser Art der Manipulation hat der Unternehmer aber wohl nicht gerechnet: Am 31. Oktober legte in Ohio offenbar ausgerechnet ein Eichhörnchen ein Wahllokal lahm.

Um 9.15 an Halloween ging in dem Wahllokal plötzlich das Licht aus – Stromausfall, erst Stunden später, um fünf Uhr nachmittags war der Strom wieder da. So konnten Frühwähler in Miami County die Wahlmaschinen nicht nutzen und mussten – in Deutschland noch völlig alltäglichen – Wahldokumente in Papierform ausfüllen, was den einen oder anderen zunächst vom Wählen abhielt.

Schuld an dem Stromausfall war laut Eric Morgan, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Miami County Wahlausschusses ein Eichhörnchen in einem Umspannwerk. Intention darf allerdings bezweifelt werden.

Viel Wirbel um Browser die Büchereikatze.

White Settlement (Texas, USA). Menschen lieben Katzen. In aller Regel. Die Menschen in der Texanischen Kleinstadt White Settlement jedenfalls lieben ihren Bibliothekskater „Browser“. Seit sechs Jahren lebt der Vierbeiner in der Bücherei der Stadt, fängt Mäuse und hat jede Menge Freunde gefunden. Vor allem bei den jüngsten Büchereibesuchern ist der Kater beliebt.

Nun sollte er allerdings rausgeworfen werden, nachdem er sich sechs Jahre lang brav die Streicheleinheiten durch Mäusefang zwischen den Bücherregalen verdient hatte. Die Stadtverordneten hatten auf Beschwerden von Allergikern reagiert und in einem zwei zu eins Votum beschlossen, die Büchereikatze müsse weg und sie habe 30 Tage, sich eine neue Bleibe zu suchen. „Wir hatten ein paar Beschwerden – unsere Tür wurde nicht eingetreten – aber es gab eben einige Beschwerden von Bürgern, die in die Bibliothek gingen und nicht wussten, dass es dort eine Katze gibt,“ So die Stadtverordnete Elzie Clements, die für den Rauswurf der Katz stimmte. „Viele verließen die Bücherei mit geschwollenen Augen.Katzenallergien sind oft ziemlich schlimm,“ fügt sie hinzu.

Die Entscheidung der Lokalpolitiker löste jedoch kommunal und global einen Sturm der Entrüstung und den standesgemäß dazugehörigen Online-Shitstorm aus. So erhielt Bürgermeister Ron White nach eigenen Angaben etwa 1800 E-Mails aus aller Welt, in denen er dazu aufgefordert wurde, die Entscheidung zu revidieren. Auch und vor allem viele Bürger der Stadt waren empört, denn Browser sei nicht nur eine Büchereikatze, sondern auch eine lokale Berühmtheit.

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Der Bibliothekskater Browser ist in der texanischen Kleinstadt eine lokale Berühmtheit, vor

Und so kam es auch, dass Lillian Blackburn, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der kleinen Bibliothek und ehemalige Lehrerin eine Petition ins Leben rief und schließlich fast tausend Unterschriften von Büchereibesuchern sammelte, die wollten, dass Browser bleiben darf. Tatsächlich zeigte sich schließlich an diesem Fall, dass Empörung auch zu politischer Handlung führen kann. Am Freitag wurden Stadtverordnete und Bürger schließlich zu einer Notstandssitzung gerufen. Einziger Tagesordnungspunkt: Der Verbleib des Büchereikaters Browser. Die Lokalpolitiker gaben letztlich dem öffentlichen Druck nach und zogen ihre Entscheidung zurück. Browser darf weiterhin Mäuse in der Bücherei des texanischen Städtchens jagen.

Russische Katze rettet ausgesetzten Säugling.

Obninsk (Russland). Eine Katze hat offenbar in der russischen Stadt Obninsk einen neugeborenen Jungen vor dem Kältetod gerettet. Auf einem ihrer zahlreichen Streifzüge durch eine Wohngegend, entdeckte das Tier, welches von den Bewohnern liebevoll Masha genannt wird, den Säugling offenbar in einem Pappkarton. Sie legte sich daraufhin zu ihm, hielt ihn warm, und machte durch lautes Miauen auf sich aufmerksam.

Eine ältere Dame, Irina Lavrova, hörte dies und eilte aus ihrer Wohnung, in dem Glauben, Masha sei verletzt und müsste gerettet werden. Stattdessen fand die Bewohnerin den Karton mit dem Kind und der Katze darin.“Sie können sich nicht vorstellen, wie geschockt ich war,“ sagte sie RT. Schleunigst setzte sie einen Notruf ab, der Säugling wurde ins Krankenhaus gebracht.

Abgesehen von einer leichten Unterkühlung ist der kleine Junge, der nach Angabe der Ärzte um die sechs Wochen alt ist, wohlauf, auch dank der heldenhaften Tat von Masha, die sich damit offenbar allerlei Leckereien verdiente, mit denen sie die Bewohner der Siedlung seither verwöhnen.

Die Behörden haben nun die Suche nach den Eltern des Findelkindes eingeleitet. Zurückgelassen wurde der Säugling mit sauberer Kleidung, Windeln und etwas Baby-Nahrung. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, wer das Kind in Obninsk ausgesetzt hat.

Der Engel von Nanjing: Wie ein Antiheld mindestens 300 Menschen rettete.

Nanjing (Volksrepublik China). 1968 wurde in Nanjing die bis dato längste Doppelstockbrücke der Welt zur Überquerung des längsten Flusses der Volksrepublik, des Jangtsekiang, für den Bahn- und Straßenverkehr eröffnet. Die Stahlbrücke stellte mit einer Länge von 1557m das erste große, ohne die Hilfe ausländischer Ingenieure konstruierte, Brückenbauprojekt Chinas dar. Die Stahlkonstruktion galt damals als ein Wunderwerk chinesischer Ingenieurskunst. Heute gilt sie bei den Einwohnern der Millionenstadt Nanjing und darüber hinaus insbesondere als die Selbstmordbrücke, denn an keinem Ort der Erde werden so viele Suizide begangen wie hier. Von der Straßenverkehrsebene gemessen ist das einstige Prestigebauwerk 150 Meter hoch, die Überlebenschance bei einem Sprung ist gleich null.

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Bau der Stahlkonstruktion, die später als Selbstmordbrücke bekannt werden soll.

Gleichzeitig handelt es sich bei der Nanjing-Jangtse-Brücke um eins der beliebtesten Touristenziele in der Metropole. Was mindestens ein bisschen makaber ist. Insgesamt sind mindestens 2000 Selbsttötungen durch Sprung von der Brücke bekannt. Dass es nicht noch mehr sind, ist nur einem einzigen Mann zu verdanken, Chen Si, der in der Presse häufig als der Engel von Nanjing bezeichnet wird. Aber Chen Si ist kein Engel, er ist ein ganz normaler Mann, der etwas zu viel trinkt, etwas zu viel raucht, sich etwas zu ungesund ernährt und der es nicht mit ansehen kann, wenn sich Menschen von seiner Brücke stürzen. Regelmäßig patrouilliert er auf der Selbstmordbrücke, hält Ausschau nach potentiellen Selbstmördern. Mindestens 300 Personen hat er so in den vergangenen elf Jahren schon gerettet – einen Menschen alle zwei Wochen.

Ende März erschien über den Fall der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm „Angel of Nanjing“ von den Filmemachern Jordan Horowitz und Frank Ferendo. Ein Film, der einerseits in bewegenden Bildern die beklemmende Situation auf der Brücke einfängt und andererseits zeigt, dass es nicht viel braucht um ein Held zu sein. Chen Si wird als schräger aber sehr durchschnittler Mensch gezeigt, der das Leben liebt. Der Film zeigt aber auch eine andere Seite: Die Spuren jener, die der „Engel von Nanjing“ nicht retten konnte.

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Chen Si beobachtet die Selbstmordbrücke. Über 300 Menschen hat er mittlerweile gerettet.

In einem Interview mit Chris Chapel auf dessen Youtube-Kanal „China Uncensored“ erzählte nun Regisseur Jordan Horowitz, der den Chinesen ein Jahr lang begleitete, über Chen Si und sein Tun. Chen sei ein Mann mit einem großen Ego, seine Methode sei auf unkonventionelle Wiese direkt und wenngleich jeder Psychologe sie als falsch abstempeln würde, rettete sie doch Leben, so Horowitz. Es sei leicht aus einem Büro heraus die Methodik desjenigen zu kritisieren, der tatsächlich alltäglich auf der Brücke sei und Menschen vom Suizid abbringe. Im Gegenteil sei Chen wohl deshalb so effektiv, weil er nicht einer chinesischen Elite angehöre, sondern ein durchschnittlicher Mann sei, der eine natürliche Verbindung zu den häufig sehr armen Menschen habe, die er rettete.

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Chen Si greift ein: Er zerrt einen potentiellen Selbstmörder von der Ballustrade der Todesbrücke.

Zu Beginn seiner Tätigkeit hätten die chinesischen Behörden Chen immer wieder gedroht, so Horowitz, denn sie befürchteten durch die Medien-Aufmerksamkeit, die er auf das Problem an der Brücke gelenkt hatte, ihr Gesicht zu verlieren. Und tatsächlich rückt diese Geschichte das chinesische Regime nicht unbedingt in ein gutes Licht. Besonders traurig sei, dass die Regionalregierung wohl bereits durch die Errichtung höherer Zäune auf der Brücke unzählige Menschen retten könnte. Dies würde aber aus Kostengründen nicht passieren. „Die chinesische Regierung macht das nicht, wenn Sie von der Brücke springen, landen Sie im Wasser und stören niemanden,“ so Horowitz. Der kurze Teil der Brücke, unter welchem eine Bahnlinie durch führt, sei dagegen durch hohe Zäune geschützt, damit der Bahnverkehr nicht aufgrund von Selbstmorden aufgehalten würde. „Es ist unglaublich traurig, denn es wäre so einfach dieses Szenario zu ändern.“ Es könnte aber auch sein, dass man einfach das Wahrzeichen der Stadt nicht dadurch „verschandeln“ will, dass man die Sicht darauf durch höhere Zäune blockiert.

Die Geschichte zeigt einmal mehr, wie wenig dem Regime der Volksrepublik seine Einwohner bedeuten. Sozialismus jedenfalls sieht anders aus! Die Dokumentation sei jedem ans Herz gelegt, allerdings sei im Vorfeld auch gesagt, dass es sich nicht um einen Wohlfühlfilm handelt, er fordert durchaus Nerven! Sie können den zu recht preisgekrönten Film hier herunterladen, die Website des Films bietet auch die Möglichkeit dem „Engel von Nanjing“ eine persönliche Spende zukommen zu lassen.

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Spartacus World: In der Tür geirrt.

Standen Sie schon mal in einem Raum und stellten dann fest „Oh, hier wollte ich gar nicht hin.“? Ähnlich erging es dem demokratisch sozialistischen Senator und demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders am Dienstagmittag. Dieser stand plötzlich mit seinem gesamten Secret-Service-Team im Raum des wöchentlichen gemeinsamen Mittagstisches der Republikaner, als er dem demokratischen Treffen beiwohnen wollte.

Er hatte sich wohl schlicht im Raum vertan. Was kaum verwunderlich ist, war doch der 74-Jährige in den vergangenen Wochen kaum in Washington, während er sich einen scharfen Wahlkampf mit der neoliberalen Hillary Clinton lieferte.

Allerdings realisierte der Senator seinen Fehler sehr schnell, machte auf dem Absatz kehrt und schritt zum Dienstagslunch der Demokraten im Kapitol.

Affe hüllt Kenia in Dunkelheit.

Im Osten Kenias kam es am Dienstag zu einem großflächigen Stromausfall, Auslöser war das Ungeschick eines Affen. Keines Umgangssprachlichen Affen im Sinne etwa des wütenden Ausspruchs „Was hat der Affe von Elektriker hier eigentlich getrieben?“, nein es war ein echter Affe, genau genommen eine südliche Grünmeerkatze, die dafür sorgte, dass am Dienstag in großen Teilen des afrikanischen Landes das Licht aus ging.

Offenbar hatte das kleine Tier den landesweiten Stromausfall ausgelöst, als es von einem Dach am größten Kraftwerk Ostafrikas, der Gitaru Hydroelectric Power Station herunter kletterte und dabei einen Transformator beschädigte. Die Betreiberfirma KenGen erklärte dazu via facebook:

„KenGen Energie Installationen sind durch elektrische Zäune geschützt, die marodierende Tiere abhalten, wir bedauern diesen einmaligen Vorfall und werden versuchen, die Sicherheit in unseren Kraftwerken weiter zu verbessern. Das System ist mittlerweile wieder hergestellt und alle Generatoren arbeiten normal.“ – Firma Kengen zum Stromausfall.

Ironischerweise erreichte tausende Betroffene die Erklärung von KenGen per facebook nicht, weil sie bis Mittwochnachmittag noch immer keinen Strom hatten, trotz der Beteuerung der Betreiberfirma, alles funktioniere wieder normal.

Diese Grünmeerkatze beschädigte einen Transformator und hüllte damit Kenia in Dunkelheit.
Diese Grünmeerkatze beschädigte einen Transformator und hüllte damit Kenia in Dunkelheit.

 

 

Die Meerkatze hat ihr Abenteuer übrigens überstanden und wurde in die Obhut des kenianischen Wildtier Service übergeben.

Das war wohl nix – Kriminelle scheitern bei Raubüberfall an Spezialeinheit

École-Valentin (Frankreich). Zwei Kriminelle überfielen am Sonntagabend gegen kurz vor neun ein Schnellrestaurant in Ostfrankreich, erbeuteten 2000€ und wurden von den Gästen der Filiale gestoppt: Einer Spezialeinheit der französischen Gendarmerie.

Der Zufall meinte es nicht gut mit den beiden Räubern, als sie die Mc-Donalds Filiale ausrauben wollten, zunächst lief der Coup allerdings durchaus erfolgversprechend ab: Die beiden Männer feuerten mit einem Jagdgewehr in die Luft, zwangen Gäste und Mitarbeiter, sich auf den Boden zu legen und bemächtigten sich des Kasseninhaltes (etwa 2000€), dann flüchteten sie aus dem Schnellrestaurant. Was sie jedoch nicht ahnen konnten war, dass in dem Lokal auch elf Mitglieder von GIGN, einer dem Verteidigungsministerium unterstehenden Polizeieinheit zur Terrorbekämpfung und Geiselbefreiung, speisten, welche pflichtbewusst sofort die Verfolgung aufnahmen. Einer der Täter konnte nach einem Sturz überwältigt werden, der andere wurde von einem der Gendarmen angeschossen und ebenfalls gefasst. Beiden Täter befinden sich noch immer im Krankenhaus. Gegen sie wird nun wegen bewaffneten Raubes ermittelt. Dumm gelaufen.

Einziger Mordzeuge: Ein Papagei

Township Ensley (Michigan, USA). Es ist eine Geschichte wie aus einem Kriminalroman: Ein Mann wurde erschossen, seine Frau liegt mit einer schweren Schussverletzung am Kopf reglos aber lebendig in der Küche, der einzige Zeuge des blutigen Verbrechens ist der Graupapagei des Paares. Und hier würde die Geschichte auch schon enden, hätten nicht Graupapageien einen gewissen Hang zum Mimikry. Tatsächlich kann der Papagei des Ermordeten sprechen und wiederholt seit der Bluttat im vergangenen Frühjahr immer wieder aufgeregt den Satz „Don’t fucking shoot!“ (Verfickt, nicht schießen!).

Mordszene in der Township Ensley.
Mordszene in der Township Ensley in Michigan.

Die Eltern des Ermordeten wollen nun, dass die Polizei auch den Papagei vernimmt. Sie seien frustriert, dass nach über einem Jahr bisher niemand festgenommen worden sei und gingen davon aus, dass der Papagei, der dazu neige alles in seiner Umgebung zu wiederholen, den Mord beobachtet habe. Sie gehen davon aus, dass der Satz „Don’t fucking shoot!“ einer der letzten Sätze ihres Sohnes war. Unter Umständen könne der Vogel noch weitere Details aus den letzten Minuten seines Besitzers wiedergeben, um die Ermittler auf die richtige Spur zu bringen.

Bisher habe man den Vogel nicht in die Ermittlungen einbezogen, erklärte der zuständige Staatsanwalt Robert Springstead. Ihm sei das Video, dass zeigt, wie der Vogel den Satz spricht, nicht bekannt.

Graupapageien zählen zu den intelligentesten Vogelarten, sie neigen zur Nachahmung ihrer Umgebung.
Graupapageien zählen zu den intelligentesten Vogelarten, sie neigen zur Nachahmung ihrer Umgebung. So wurden in der Wildnis Exemplare beobachtet, die Raubkatzengebrüll imitierten, um Fressfeinde zu vertreiben.

Gemäß eines vorläufigen Ermittlungsberichts gehen die Behörden derzeit von der Frau als Täterin aus, diese habe wahrscheinlich einen erweiterten Suizid vornehmen wollen, sei aber gescheitert, als sie versuchte sich das Leben zu nehmen. Die Verdächtige leugnet allerdings bisher, ihren Mann umgebracht zu haben.“Ich weiß sicher, dass ich meinen Mann nicht ermordet habe,“ wird sie im Polizeibericht zitiert.

Vielleicht könnte das kluge Haustier ja tatsächlich bei den Ermittlungen helfen? Papageien-Experten halten dies für unwahrscheinlich, wollen aber nicht ausschließen, dass der Papagei Reize nachahmt, die in einer Stresssituation (wie der Ermordung des Herrchens) auftraten. So ernst also die Geschichte ist, so sehr dürfen wir hoffen eventuell demnächst die Aussage eines Graupapageis als Beweismittel in einem amerikanischen Gerichtssaal zu hören.