Mann attackiert Militärpatrouille vor dem Louvre mit Machete – Terrorverdacht

Paris (Frankreich). Vor dem Barockpalast und Kunstmuseum „Louvre“, in dem unter anderem Leonardo da Vincis berühmte „Mona Lisa“ ausgestellt ist, kam es am Freitagmorgen offenbar zu einem Angriff auf eine Militärpatrouille: Ein Mann soll sich mit einer Machete auf die Soldaten gestürzt haben und dabei „Allahu akbar!“ (Allah ist groß!) geschrien haben. Ein Soldat schoss den Angreifer daraufhin mit fünf Schüssen nieder, dieser wurde laut Polizeipräfekt Michel Cadot schwer verletzt.

Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete unmittelbar nach dem Angriff Ermittlungen wegen Terrorverdachts ein.

Die Attacke ereignete sich gegen 10:00 Uhr in einem Treppenhaus, das von einem Platz beim Louvre in das unterirdische Einkaufszentrum „Carrousel du Louvre“, führt. Neben dem Angreifer wurde auch einer der Soldaten – allerdings nur leicht – verletzt. In den zwei Rucksäcken, die der Angreifer bei sich trug, befand sich kein Sprengstoff, allerdings habe der Täter neben der Machete möglicherweise noch eine zweite Waffe bei sich getragen, so Cadot. Laut Cadot stürzte der Mann sich auf die Sicherheitskräfte und stieß dabei Drohungen aus.

Am Mittag gaben die Behörden bekannt, dass neben dem verletzten Haupttäter noch eine zweite Person von Sicherheitskräften festgesetzt wurde, die sich vor Ort befunden habe. Offenbar besteht der Verdacht, dass der 35-Jährige ebenfalls etwas mit der Attacke auf die Soldaten zu tun hat. Bezüglich des Motivs des Täters warnte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, vor voreiligen Schlüssen.

Das Louvre, welches das meistbesuchte Kunstmuseum der Welt ist, wurde nach dem Vorfall zunächst geschlossen, wobei die rund 1.000 im Louvre befindlichen Besucher erst nach polizeilichen Überprüfungen in kleinen Gruppen wieder ins Freie gelassen wurden.

Der angeschossene mutmaßliche Täter wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er einer Notoperation unterzogen wurde.

Künstler errichtet Trumps Mauer am Hollywood Boulevard.

Los Angeles (USA). Der republikanische US-Präsidentschaftskommentar Donald Trump hat einen Stern auf dem legendären „Walk of Fame“ am ebenso legendären Hollywood – warum auch immer. Rund um seinen Stern tauchte am Dienstagmorgen eine 15 Zentimeter hohe Grenzmauer auf.

Das streitbare Streetart-Werk wird dem Künstler „Plastic Jesus“ zugeschrieben, unklar ist, wer es beauftragt oder bezahlt hat. Jedenfalls wurde die „Trump-Mauer“ am Dienstag schnell zu einer neuen Attraktion in Los Angeles: Touristen stoppten in Massen, um das graue Bauwerk, inklusive Stacheldraht, amerikanischer Flaggen und „Keep Out“-Schildern. Mittwoch morgen war die kleine Mauer jedoch verschwunden.

„Plastic Jesus“ war zuvor in die Schlagzeilen geraten, als er Anfang des „No Trump Anytime“ Schilder an Straßenecken aufstellte. Laut seiner Website ist das Werk des Künstlers von Nachrichten und Popkultur inspiriert. Der letzte Streetart-Stunt ist jedenfalls inspiriert von der Versprechung des rechtspopulistischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, eine „gigantische Mauer“ an der mexikanisch-amerikanischen Grenze zu bauen und „die Mexikaner dafür zahlen“ zu lassen. Die „Trump-Wall“ ist das wohl bekannteste Wahlkampfthema Trumps, auf das er, wegen seiner enormen Medienwirksamkeit, immer wieder zurück kommt.

Die Miniatur auf dem Hollywood-Boulevard, war demgemäß ein Statement gegen die Xenophobie des Republikaners und seiner Wählerschaft.

LEGO: Ai Wei Wei keine Steine zu verkaufen war ein Fehler.

Kopenhagen. Kjeld Kirk Kristiansen, Enkel des LEGO-Gründers entschuldigt gegenüber dem Wall Street Journal die Entscheidung eine Konvolut-Bestellung des Chinesischen Künstlers Ai Weiwei abzulehnen. Der chinesischer Regimegegner Ai Weiwei und seine Unterstützer hatten LEGO mehrfach vorgeworfen sich von der chinesischen Regierung politisch benutzen zu lassen. Es gehe insbesondere darum das wachsende Geschäft in China nicht zu gefährden. Kristiansen bestreitet dies: Ai Weiwei keine Steine für sein Kunstprojekt in Melbourne (Australien) zu liefern sei ein interner Fehler gewesen, die Entscheidung von einem einfachen Kundendienstmitarbeiter gefällt worden, der die Unternehmensregeln zur politischen Neutralität falsch interpretiert habe.

Selbst wenn das stimmt, was durchaus möglich ist, hätte das Unternehmen seinen Kurs nach Bekanntwerden des Fehlers (Ai Weiwei hatte die Entscheidung öffentlichkeitswirksam angeprangert), korrigieren können, dies ist jedoch nicht geschehen, weshalb ein Kontakt mit chinesischen Parteifunktionären nicht auszuschließen ist. Vor allem in Anbetracht des wachsenden Spielwaren-Marktes in China erscheint eine Kooperation mit dem „kommunistischen“ Parteiapparat als durchaus wahrscheinlich. LEGO wäre nicht das erste Unternehmen, dass seine Firmenpolitik der Partei anpasst, um weiter Geschäfte im Reich der Mitte machen zu können.

Immerhin wurde eingestanden, dass die Weigerung, die Bestellung des Künstlers zu bearbeiten, durchaus als politisches Statement aufgenommen werden konnte. Hierfür entschuldige man sich, es handle sich um ein typisches Beispiel dafür, was in einer großen Organisation falsch laufen könne.

Ai Weiwei nimmt die Entschuldigung des Konzerns wohlwollend auf, vergisst jedoch nicht festzustellen, dass LEGO den Fehler „ein bisschen spät“ eingesteht. Dem ist zuzustimmen. Während die mediale Debatte um diesen Fall auf ihrem Höhepunkt war, gab es wohl bewusst keine öffentliche Stellungnahme der Konzernspitze zum Thema. Es wirkt fast, als wolle man jetzt, wo „Gras über die Sache gewachsen“ ist noch kurz das richtige tun. Vielleicht in der Hoffnung, dadurch unter dem Radar zu bleiben und China nicht zu verärgern?

Der chinesische Künstler bekam die LEGO-Steine für sein Kunstprojekt dann übrigens kostenlos – als Spenden von tausenden Fans auf der ganzen Welt.

House of Cards: Porträt von Präsident Frank Underwood enthüllt.

Washington (USA). Noch bevor am 4. März die vierte Staffel der beklemmenden Polit-Dramaserie „House of Cards“ startet, ehrt die Smithsonian National Portrait Gallery den fiktionalen Präsidenten Francis „Frank“ Underwood mit der Enthüllung eines überlebensgroßen Präsidentenporträts.

Das Gemälde des britischen Künstlers Jonathan Yeo zeigt einen bedrohlich wirkenden Frank Underwood im Oval Office, er blickt den Betrachter direkt, von oben herab, an, eine Hommage an eines der zentralen Elemente der beliebten Serie: Schließlich spricht der machtbesessene Politiker nicht selten den Zuschauer direkt an. Der Bruch vierten Wand wirkt im Gemälde nicht weniger beklemmend als auf dem Fernseher. Das Bild wird ab Mittwoch in der Smithsonian National Portrait Gallery zu sehen sein.

“I think that when it’s hung at the right height, you may wonder if I’m about to kick you in the face — which seems appropriate for this particular character,” – Kevin Spacey über sein Präsidentenporträt

Frank Underwood
Der Schauspieler Kevin Spacey spielt in House of Cards den machthungrigen Politiker Frank Underwood.

Die neue Staffel der Netflix-Serie „House of Cards“, ursprünglich eine der ersten speziell für das Internet produzierten Serien, startet am 4. März und wird sich unter anderem mit dem aktuellen Präsidentschaftswahlkampf beschäftigen. Schon in der vergangenheit wurden aktuelle politische Themen in die Serie eingearbeitet, man darf also gespannt sein auf Referenzen zur realen Politik.