Patriarchalischer Terror: Gewalt ist männlich!

Der internationale Terror geht nicht von Muslimen oder Christen aus, auch nicht von psychisch Kranken, wie oft erwähnt, nicht von leicht Beeinflussbaren, nicht von Radikalen, sondern in erster Linie von Männern. Demnach müsste Gewalt eigentlich ein maskuliner Begriff sein, schließlich gingen sämtliche Amokläufe in der Geschichte, fast alle Massenmorde sowie mit Abstand die meisten Terroranschläge auf Personen männlichen Geschlechts zurück. Tatsächlich sind Männer die Ursache fast aller Gewalttaten der Menschheitsgeschichte: In der Vergangenheit hatten Gesellschaften dabei den Vorteil, besonders gewaltbereite junge Männer an den Fronten ihrer Kriege verheizen zu können, so konnten diese ihren Trieb ausleben und mit etwas Glück ließen sie an der Front ihr Leben. Archaische Gesellschaftshygiene, die menschenverachtend wirken mag, allerdings erklärt, warum es in den vergangenen Jahren, obwohl die Welt friedlicher ist als noch vor hundert Jahren, geschweige denn in den Epochen davor, zu einer empfundenen Zunahme der Gewalt kam.

Tatsächlich aber ist diese Zunahme eben nur eine empfundene Zunahme, insbesondere in Deutschland, wo die Anzahl der angezeigten Straftaten seit zwei Jahrzehnten Stagniiert und die Anzahl der Gewaltverbrechen deutlich rückläufig ist. Es gibt Anzeichen dafür, dass es Männern leichter fällt in einer von offener Gewalt geprägten Umwelt zu leben, als sich mit komplexeren Problemen auseinander zu setzen, eine Feststellung, die sexistisch anmutet, aber evolutionsbiologisch erklärbar ist. Selbstverständlich sind auf diese Weise nicht die plötzlichen Ausbrüche von Mord- und Selbstmordlust zu erklären, welche die vergangene Woche prägten, allerdings muss man sich die Frage stellen, warum unter den sogenannten Amokläufern die weibliche Amokläuferin nicht existiert.

Gedanken, die selten Öffentlichkeit finden, auch weil „die Öffentlichkeit“ beherrscht ist von Männern. In der Geschichte sind Frauen selten mehr als Fußnoten, selten sind sie Subjekt, häufig genug Objekt. „Die Gesellschaft“ ist in den Köpfen vieler Männer noch immer ein Patriarchat. Der Subjektwerdung der Frau stehen sie argwöhnisch gegenüber.

Amoklauf in Reutlingen – Und wieder kein Terroranschlag.

Reutlingen. Es war für Süddeutschland eine Woche der Amokläufe und mutmaßlichen Terrorakte, während am Sonntag allerdings die nationale Aufmerksamkeit auf einem mutmaßlichen fehlgeschlagenen Terroranschlag im mittelfränkischen Ansbach lag, ereignete sich im schwäbischen Reutlingen ein Amoklauf, bei dem tatsächlich jemand getötet wurde: Ausgerechnet eine schwangere Frau.

Ein 21-Jähriger griff sie offenbar am Sonntagnachmittag gegen 16:30 am Zentralen Omnibusbahnhof mit einer Machete an. Bevor er die Frau tötete, hatten die beiden offenbar laut gestritten. In seinem Gewaltausbruch verletzte der junge Mann außerdem fünf weitere Personen, nach Angaben der Polizei waren sie Zufallsopfer. Der mutmaßliche Täter, ein syrischer Asylbewerber, wurde festgenommen. Laut Augenzeugenberichten sei er „völlig von Sinnen“ gewesen, demgemäß scheint der Begriff Amoklauf durchaus passend.

Gestoppt wurde der Gewalttäter schließlich von einem türkisch-stämmigen Augenzeugen, indem er den Flüchtenden mit dem Auto bewusst anfuhr. Der Autofahrer hatte die Bluttat zuvor beobachtet und sein Auto auf den Angreifer gesteuert. Der Täter zog sich dabei schwere Verletzungen zu und konnte deshalb bisher nicht vernommen werden. „Er ist derzeit nicht vernehmungsfähig und wird von der Polizei bewacht“, heißt es aus Polizeikreisen. Der Festgenommene sei schon wegen mehrfacher Körperverletzung und anderer Taten polizeilich aufgefallen, heißt es.

Nachdem es zunächst aufgrund der Herkunft des Mannes vereinzelt im Internet Meldungen von einem weiteren Terroranschlag gegeben hatte – wie könnte es auch anders sein, geht die Polizei derzeit von einer Beziehungstat aus. Für diese Theorie lägen „erste Anhaltspunkte“ vor, teilten die Ermittlungsbehörden in der Nacht zum Montag mit, demgemäß sei der 21-Jährige ein Einzeltäter. Auf fremdenfeindliche Kommentare im Internet, reagierte die Polizei Reutlingen mit der Feststellung, die Herkunft spiele für den Tathergang keine Rolle. „Aber wir nennen Ross und Reiter.“ Wohl auch, weil es zuvorhäufiger aus dem rechtsextremen Lager zu Anschuldigungen gekommen war, Ermittlungsbehörden schützten ausländische Täter, indem sie deren Identitäten geheim hielten.

Das 45-jährige Opfer aus Polen sei von dem Mann tödlich am Kopf verletzt worden. Insgesamt wurden durch den Täter und während dessen Flucht den jüngsten Angaben zufolge fünf Menschen verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Zwei Frauen im Alter von 51 und 54 Jahren wurden demnach am Kopf verletzt, eine 51-Jährige am Unterarm. Ein 41-jähriger Mann und eine 21 Jahre alte Frau wurden stationär aufgenommen, weil sie unter Schock standen.

Die Reaktionen auf die Tat, vor allem im Internet zeigen einmal mehr, dass viele Deutsche gerne, statt von der einfachsten Erklärung für Gewalt auszugehen, in jedem Blutbad einen Angriff auf Deutschland und einen terroristischen Akt sehen würden. Jeder Mord, jede Gewalttat ist eine Tragödie, aber es kann nicht hilfreich sein, dass nach jeder solchen Tat, wenn sich zufällig ein Ausländer im Netz der Ermittler fängt, die Asylpolitik der Kanzlerin angegriffen wird, ehe man sich nur einen Moment Gedanken über die Opfer macht.

Rechtsextreme werfen der Linken häufig vor, Täterschutz statt Opferschutz zu betreiben, der Rechten sind aber die Opfer schnurzegal, nutzt sie doch jede Gewalttat, um ihre menschenverachtenden politischen Thesen unter die Leute zu bringen. Polizeiliche Ermittlungen abzuwarten, ehe man seine Schlüsse zieht, hat aber noch nie geschadet, andernfalls macht man sich – wie in diesem Fall – nur politisch lächerlich, wenn man hinter jeder Ecke den islamistischen Dschihadisten hervorlugen sieht.

Zuvor hatte es Anfang vergangener Woche bereits ein Attentat auf einen Regionalzug in Würzburg gegeben, dann einen sogenannten Amoklauf in München, und am Sonntagabend, nach der Tat in Reutlingen, einen mutmaßlichen Terroranschlag im fränkischen Ansbach. Da die Sozialforschung davon ausgeht, dass die Berichterstattung über derlei Taten, gerade bei erweiterten Selbstmorden oder Amoktaten, zu weiteren Taten führen kann – das ist der sogenannte Werther-Effekt, ist nicht auszuschließen, dass die Tat in Würzburg, die offenbar tatsächlich radikalislamisch motiviert war, indirekt die Folgetaten auslöste. Über diesem möglichen Zusammenhang jedoch wird in den Medien kaum spekuliert, schließlich müsste man sich dann mit der eigenen Verantwortung auseinandersetzen.

Meine Meinung… Zum dreifarbenen Eiffelturm in Paris

Die Geste, Nationalsymbole in den Farben eines Landes zu beleuchten, welches, weil es von einem großen Schicksalsschlag getroffen wurde, Nationaltrauer trägt, soll eine Art internationales Mitgefühl suggerieren. Entsprechend applaudierten die Medien einhellig der Geste des terrorgeplagten Frankreichs, als in der Nacht nach dem Attentat eines 18-Jährigen auf ein Münchner Einkaufszentrum, der Pariser Eiffelturm im deutschen Dreifarb leuchtete. „Eine berührende Geste“ sei das.

Ich dagegen halte diese Geste nicht nur für unangebracht, sondern auch für in grausamster Weise heuchlerisch, einerseits weil hier nicht Deutschland angegriffen wurde, immerhin hat ein psychisch kranker Junge mit dieser Tat seine – durchaus berechtigten – Fantasien von Rache an der Gesellschaft, die ihm nach bisherigen Ermittlungsergebnissen schon in der Schulzeit nicht wohlgesonnen war, ausgelebt, und andererseits weil über derlei Gesten – so gut sie auch gemeint sein mögen – schnell vergessen wird, dass es am selben Tag noch einen „echten“ Terroranschlag gab: In Kabul in Afghanistan. Während in München zehn junge Menschen inklusive des Täters auf tragische Weise das Leben ließen, wurden in Kabul bei einem der schwersten Anschläge in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban am Samstag mindestens 80 Menschen in den Tod gerissen, mindestens 230 wurden außerdem verletzt. Darunter Frauen, Kinder und Jugendliche. Im mittleren Osten ist der Terror grausamer Alltag, trotzdem werden keine Facebook-Profilbilder mit den Landesfarben Afghanistans überdeckt, trotzdem gibt es keine medial verfolgten Trauerbekundungen für die Toten von Kabul, trotzdem wird nicht die afghanische Flagge auf Nationalsymbole westlicher Nationen projiziert.

Die Bevölkerung von Afghanistan gehört zu den größten Verlierern im sogenannten Krieg gegen den Terror, immer wieder kommt es dort zu Anschlägen von Al-Qaida, zu Attentaten des sogenannten Islamischen Staates oder zu Racheakten der islamistischen Taliban, die zumindest offiziell entmachtet wurden.

Wissen Sie eigentlich wie die afghanische Nationalflagge aussieht?


Medienvertreter haben auch eigene Meinungen, die sollen sie auch haben, manchmal scheint es aber, als hätten alle Journalisten der „Mainstream-Medien“ die selbe Position, da ergibt sich dann von links wie rechts ganz schnell die Frage, ob es nicht ein gewisses mediales Meinungsmonopol gäbe, die schließlich unweigerlich im „Lügenpresse-Vorwurf“ ihre Antwort findet.

„Meine Meinung…“ will das „Meinungsmonopol“ durchbrechen: Wo scheinbar alle Medien die gleiche Position vertreten, will ich ihnen widersprechen. Um der Vielfalt willen!

Mit herzlichen Grüßen

Florian Reck

Allgemeine Enttäuschung über das Fehlen eines extremistischen Motivs.

Es ist erschreckend, aber es gibt Anzeichen dafür, dass ein bestimmter Teil der Deutschen beinahe enttäuscht darüber ist, dass der 18-jährige Todesschütze von München Ermittlern zufolge ein „Amokläufer“ ohne islamistischen oder sonstigen extremistischen Hintergrund war. Hatte es doch zuerst geheißen, er hätte „Allahu Akbar“ geschrien, und kurz darauf hieß es, er hätte um sich schießend Naziparolen gebrüllt. Da waren die rechten Gazetten ganz fix, ihn als Islamisten zu betiteln, während die linken Schmierblätter (oder Websites) ihn zügig medial als Nazi-Verbrecher brandmarkten, ehe sich die Nachrichtenlage ändern konnte.

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Hier begann der Täter seinen tödlichen Gewaltausbruch.

Dieser Stil der politisierten Katastrophenberichterstattung nimmt leider immer mehr zu, da hilft auch die zunehmende Geschwindigkeit der Datenflüsse nichts, die eher zu mehr Desinformation als zu mehr Information zu führen scheinen. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang auch die Tweets rechter Politiker, die offenbar – was später peinlich wurde – noch bevor irgendwelche Einzelheiten bekannt waren, die Schuld an der Katastrophe der Merkelschen Flüchtlingspolitik aufhalsen wollten. So sehr hatte man sich in den politischen Lagern schon an die Politisierung von Verbrechen gewohnt, dass auch beiden Seiten wohl niemand die schockierende Nachricht erwartete:

„Wir gehen hier davon aus, dass es sich um einen klassischen Amoktäter ohne jegliche politische Motivation handelt“, sagte am Samstag der Sprecher der Staatsanwaltschaft in München, Thomas Steinkraus-Koch. Eine Ohrfeige für Medien, „Terrorexperten“ und Politiker gleichermaßen! In der Wohnung des Schülers wurde der Polizei zufolge umfassendesMaterial über Amokläufe, darunter das Buch „Amok im Kopf: Warum Schüler töten“ gefunden. Des Weiteren befand er sich offenbar in in psychiatrischer Behandlung. Einmal mehr muss ich jedoch intervenieren und fragen, ob der sogenannte Amoklauf tatsächlich das war, als was er nun etikettiert wurde: Als Affekthandlung eines psychisch Kranken. Glaubt man daran, dass der sogenannte Werther-Effekt, der in der Sozialpsychologie die Annahme bezeichnet, dass zwischen Suiziden, über die in den Medien ausführlich berichtet wurde, und einer Erhöhung der Suizidrate ein kausaler Zusammenhang besteht, auch für derartige Gewaltereignisse gilt – und es gibt Studien aus den USA, die das nahelegen, so könnte dies einer der wenigen Fälle sein, in denen das Wort „Amoklauf“ im korrekten Zusammenhang verwendet wird.

Der deutsch-iranische Täter hatte am Freitagabend am Olympia-Einkaufszentrum mit einer Pistole neun Menschen und schließlich sich selbst mit einem Kopfschuss getötet. Die Tatwaffe besaß er offenbar illegal. Bei dem Massaker wurden nach Polizeiangaben außerdem 27 Menschen verletzt, zehn davon schwer, wobei offenbar einige Verletzungen durch die Panik in dem Einkaufszentrum verursacht wurden. Schließlich nahm sich der Täter selbst das Leben.

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Muslimische Münchner betet für die Opfer des Attentats: Islamistisches Motiv der tat wird ausgeschlossen.

Die Behörden gehen derzeit Hinweisen nach, wonach über einen gehackten Facebook-Account in einer McDonalds-Filiale vor dem Einkaufszentrum eingeladen wurde, wo der Täter seinen Amoklauf begann. Die Botschaft versprach gesponserte Getränke und Speisen, „solange es nicht zu teuer wird“. Dass der Täter dahinter steckte, halten die Ermittler für sehr wahrscheinlich. Es sei außerdem auffällig, dass sich die Tat genau am fünften Jahrestag des Massenmordes von Anders Breivik in Norwegen ereignet habe.

Der Münchner Polizei war der 18-jährige Täter bisher lediglich als Opfer einer Schlägerei unter Jugendlichen sowie eines Diebstahl aufgefallen. Auch Nachbarn schilderten den jungen Mann, der in München geboren wurde und aufwuchs, als freundlich oder unauffällig. Er lebte mit seinen Eltern sowie einem jüngeren Bruder in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Maxvorstadt.

Bei seinen Opfern handelt es sich vor allem um Jugendliche. Den Ermittlern zufolge waren acht von ihnen zwischen 14 und 20 Jahre alt. Nach Angaben des türkischen Außenministeriums sind drei der Opfer Türken. Auch seien drei Kosovaren unter den Toten, wie das Außenamt des Balkanstaates mitteilte. Die Polizei äußerte sich nicht zu Nationalitäten der Todesopfer. Sie hätten alle in München gelebt. Erkenntnisse über die Auswahl der Opfer gibt es bisher nicht, angeblich habe der Jugendliche immer wieder geschrien „Ich bin Deutscher!“ Die Behörden bestätigten dies allerdings bisher nicht.

Und wie nach jedem Anschlag dieser Art, nutzen rechte Politiker die Verunsicherung der Bürger aus, um weitergehende Überwachungsmaßnahmen zu beschließen, so kündigte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bereits unmittelbar nach der Tat an, in der neuen Woche Vorschläge zur „Verbesserung der Sicherheitslage“ unterbreiten zu wollen. Die Behörden wollen auch prüfen, ob es Auswirkungen auf das Münchner Oktoberfest geben könnte – da fragt man sich, warum Seehofer nicht nach dem Zugunglück von Bad Aibling eine Sondersitzung einberufen und die Sicherheit von Bahnreisen angezweifelt hat, schließlich ist es, obgleich die Bahn eines der sichersten Verkehrsmittel ist, in Deutschland noch immer wahrscheinlicher bei einem Zugunglück zu sterben, als durch einen Amoklauf oder Terroranschlag. Die Angst aber kennt keine Stochastik, Angst ist irrational und da ist es auch nicht hilfreich, wenn sie nach derart schrecklichen Taten noch von Politik und Medien geschürt wird.

Man erinnere sich an dieser Stelle vielleicht kurz an die Norweger, zu denen wir vor fünf Jahren, nach den Massakern von Utøya und Oslo, bei denen der rechtsradikale Terrorist Anders Behring Breivik 77 Menschen, vor allem Jugendliche, ermordete, in Hochachtung aufblickten, weil sie in beispielloser Weise als Bevölkerung an der Rechtsstaatlichkeit ihres Landes festhielten und der nationalen Angst eine Absage erteilten. In Deutschland wäre das undenkbar.

Die Tat von München löste umgehend auch deswegen einen Großalarm aus, weil ein 17-Jähriger erst am Montag Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg mit einem Messer und einer Axt angriff, wobei mehrere Fahrgäste verletzt wurden. Die Ermittler gehen hier davon aus, dass der Täter mit der Extremistenmiliz Islamischer Staat sympathisierte, wenngleich es keinen direkten Kontakt zu der Terrororganisation gegeben habe. Der Täter von Würzburg wurde von der Polizei erschossen. Dass es einen konreten Zusammenhang zwischen den Taten gab, schließen die Ermittler aus, ob allerdings eine Form des „Werther-Effekts“ zum Tragen kam, wird sich wohl nie feststellen lassen!

Die deutschen Sicherheitsbehörden sind auch wegen der jüngsten Anschläge in Frankreich und Belgien schon länger in erhöhter Alarmbereitschaft.


Abschließend sei noch empört erwähnt, dass, da es sich offenbar um einen „Amoklauf“ und nicht um einen islamistischen Terrorakt handelte, einige Medien bereits wieder tief in der Kiste der Klischees kramen, indem sie die ausgelutschte „Killerspiel“-Frage wieder stellen: „Ob auch einschlägige „Ballerspiele“ auf seinem Computer waren, prüfen die Ermittler noch,“ schreibt beispielsweise die bayrische Boulevardzeitung „TZ“. Was auch immer „einschlägig“ in diesem Zusammenhang bedeuten soll. Ist „Call of Duty“ ein „einschlägiges“ Ballerspiel? Eher nicht, schließlich werden in dem Ego-Shooter in der Regel keine Jugendlichen in Einkaufszentren massenweise abgeknallt. Was also ist ein „einschlägiges Ballerspiel“?