„Des Adlers Hunger“ – Gedichtbeitrag

Des Adlers Hunger

Es war einmal ein Adler,
Den trugen seine Schwingen,
Weit fort in ferne Lande,
Übers Meer und in den Sand!

Es machte dieser Adler,
Im Sande fette Beute,
Schlug Hasen und auch Füchse,
Fraß sich satt an ihrem Fleisch!

Es folgten ihm die Geier,
Die frisches Blut gerochen,
Geschwind geflogen kamen,
Aus den Bergen und vom Meer!

Derweil des Adlers Kinder,
Stritten um ein Stückchen Fleisch,
Hunger war es, der sie zwang,
Zu fressen ihre Jüngsten!

Als der Adler wieder kam,
waren seine Kinder fort,
Nur des Vogels erster Sohn,
Lag noch dürr und tot im Nest!

(Bernd v. d. Recke)

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