Britische Top-Universität sucht LEGO-Professor.

London (Großbritannien). Die University of Cambridge ist auf der Suche nach einem „Lego-Professor des Spielens“. In einer Stellenanzeige ruft die renommierte Universität Akademiker mit großer Phantasie und „kindlichem Denkvermögen“ auf, sich auf die neu geschaffene Professur zu bewerben.

Der Lego-Professor wird dabei eine Schlüsselposition besetzen, indem er dem ebenfalls neu geschaffenen „Centre for Research on Play in Education, Development and Learning“ (PEDAL – deutsch etwa: Zentrum für die Erforschung des Spielens in Bildung, Entwicklung und Lernen) führt und untersucht, wie sich Spielzeiten auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Die Position bietet neben einem attraktiven Gehalt alle Vorteile, die die Arbeit an einer der bekanntesten und renommiertesten Universitäten der Welt mit sich bringt, – außerdem darf man vermutlich eine Menge Lego spielen. Ist die Stelle doch von der Lego-Stiftung finanziert, die der Universität bereits 4 Millionen Pfund (etwa 4,61 Millionen Euro) an Forschungsgeldern zur Verfügung gestellt hat.

Das dänische Spielwaren-Unternehmen arbeitet bereits eng mit Wissenschaftlern zusammen, um die Vorteile kreativen Spielens im Lernumfeld von Kindern zu erforschen, und sieht Spielen als essentielle Komponente der kindlichen Entwicklung.

Obwohl das Unternehmen keinen Einfluss auf die Berufung hat, teilte Bo Stjerne Thomsen, Forschungschef der Lego-Stiftung der britischen Tageszeitung „The Guardian“ mit, dass er sich einen Akademiker für die Professur wünsche, der „spielerisch, extrem neugierig, aufgeschlossen, phantasievoll und kreativ“ ist. „Jemanden, der sich neue Wege vorstellen kann, wie Dinge getan werden können und der mit verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten kann.“

„Wir wollen die Regierung des Vereinigten Königreichs dazu ermutigen, mehr auf spielerisches Lernen in den Schulen zu setzen als auf Tests,“ fügt er hinzu. „Die Fertigkeiten, die man als Erwachsener heutzutage braucht sind Kollaboration, Lösungsorientierung und Kreativität. In diesem Sinne ist Spielen essentiell: Man benutzt seine Phantasie um Dinge zu planen, Ergebnisse vorherzusehen und um Lösungen für Probleme zu finden, indem man sie aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.“

Kreative Akademiker können sich noch bis Freitag den 20ten Januar auf die Stelle – die wie der beste Job der Welt klingt – bewerben.

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