Spartacus Five: Fünf Zahlen zu Kuba – anlässlich Fidel Castros Geburtstag.

Der ehemalige kubanische Präsident und Revolutionsführer Fidel Castro wurde von der CIA und amerikanischen Medien immer wieder für tot erklärt,wozu er einmal erklärte: „Ich sterbe fast jeden Tag. Das macht mir viel Spaß und ich fühle mich dadurch nur gesünder.“ Dennoch feierte der streitbare Kommunist am 13.08.2016 auf Kuba seinen neunzigsten Geburtstag. Zeit sich einmal mit seinem Lebenswerk, dem sozialistischen Kuba auseinander zu setzen.

I. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kuba betrug 2014 etwa 79,39 Jahre. Damit ist die Lebenserwartung in dem Entwicklungsland sogar etwas höher als in den USA (78,94 Jahre), was Experten auf die verhältnismäßig gute – und freie – medizinische Versorgung in Kuba zurückführen.

II. Im Jahr 2013 betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kuba rund 6.790 US-Dollar. Damit lag der Wert deutlich unter dem globalen Schnitt von 10.650,83 US-Dollar, ist allerdings vergleichbar mit dem pro Kopf BIP des EU-Landes Rumänien.

III. Im Jahr 2014 betrug die Gesamtbevölkerung von Kuba rund 11,4 Millionen Einwohner. Davon lebten rund 2,13 Millionen Menschen in der Hauptstadt Havanna. Mit einer Geburtenrate von 1,62 und einem Durchschnittsalter von 41,2 Jahren droht Kuba allerdings langfristig – wie den meisten entwickelten Staaten – eine Überalterung der Gesellschaft.

IV. 59 Krankenhausbetten stehen in Kuba pro 10.000 Einwohner zur Verfügung, das sind fast doppelt so viele wie in den USA (30). Auch bei der Säuglingssterblichkeit (5 Promill) steht das sozialistische Land besser da als die USA (6 Promill), was wohl ebenfalls auf die bessere medizinische Versorgungsdichte zurückzuführen ist. 10.000 Kubanern stehen mit 67 Ärzten fast drei mal so viele Mediziner zur Verfügung wie US-Amerikanern.

V. Kuba hat mit 99,8 Prozent die höchste Alphabetisierungsrate in Amerika, was wohl auch auf die hohe Betreuungsrate in der Grundschule zurückzuführen ist. Eine Lehrkraft betreut hier im Schnitt nur 9 Schüler, in der Sekundarstufe sind es sogar nur noch 8. Dennoch studieren pro 100.000 Einwohner nur 3.313 Menschen, etwas mehr als beispielsweise in Mexiko, aber nur rund halb so viele wie in den USA – allerdings bei steigender Tendenz.

Viele Ökonomen führen übrigens wirtschaftliche Schwächen der exportorientierten Volkswirtschaft Kubas vor allem auf die drakonischen Sanktionen der USA gegen das sozialistische Land zurück. Einige US-Konzerne, allen vorweg PayPal und Ebay versuchen, diese Sanktionen gegen den Karibikstaat auch in Europa durchzusetzen.


Dieser Beitrag ist Teil unserer Sonntagsausgabe „Spartacus am Sonntagmorgen – die Frühstückszeitung“. Lesen Sie hier die komplette Ausgabe.

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