Weitere Geiselnahme und Massaker im Irak durch IS-Terroristen.

Kirkuk (Irak). Die Terroristenmiliz IS hat UN-Angaben zufolge bis zu 3000 Flüchtlinge im Irak gefangengenommen und zwölf von ihnen ermordet.

Bei den Opfern handele es sich um Dorfbewohner, die in der Kurdenstadt Kirkuk im Norden des Landes Schutz suchen wollten, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Freitag in Genf mit. Die Irakische Beobachterstelle für Menschenrechte hatte am Donnerstag berichtet, dass rund 1900 Zivilisten von IS-Kämpfern gefangengenommen und als menschliche Schutzschilde missbraucht worden seien. Dutzende Zivilisten seien hingerichtet worden, allein sechs seien verbrannt worden.

Unterstützt von US-geführten Luftangriffen haben die irakische Armee und Kurden-Truppen die IS-Miliz in den vergangenen Monaten zurückdrängen können. Die Extremisten kontrollieren aber noch immer weite Landstriche m Irak und im benachbarten Syrien. Nach der Rückeroberung von Falludscha rückt nun die irakische Armee auf die Millionenstadt Mossul vor. Die UN rechnen im Falle eines Angriffs auf die IS-Hochburg mit mindestens einer Million Flüchtlingen – Schätzungen über zivile Kriegstote liegen nicht vor.

Das UNHCR hat deswegen mit dem Aufbau zweier Flüchtlingslager im Norden der Stadt für insgesamt rund 21.000 Menschen begonnen. Seit dem Vormarsch der Islamisten vor zwei Jahren sind im Irak 3,4 Millionen Menschen auf der Flucht.

Massaker wie das oben beschriebene, aber auch zunehmender Terror, sind auch darauf zurückzuführen, dass der IS an Boden verliert – Selbstmordattentate und Massaker werden zunehmend als asymmetrische Gegenschläge sowie als Demonstrationen der Macht gegenüber den Anhängern verwendet.

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