Merkel verliert Wählergunst – Migration ist dominierendes politisches Thema.

Berlin. Zwei Amokläufe, einer davon begangen von einem Geburtsdeutschen, ein Beziehungsmord und ein fehlgeschlagenes Selbstmordattentat, werden unter dem medialen Narrativ „Der Terror hat Deutschland erreicht“ zusammengefasst, selbst von verhältnismäßig progressiven Medien wie der „Huffington Post“ oder der „Zeit“ – Terrorangst verkauft sich schließlich besser als sinnlose, unerklärbare Gewalt. In der Folge dieses Sensationsjournalismus sinkt die Angela Merkels Zustimmung in der Bevölkerung um 12 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat.

Insbesondere die Ablehnung der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin, die mittlerweile deutlich protektionistischer daherkommt als noch vor einem Jahr, stieg rasant: Demnach sind 65 Prozent der Bundesbürger laut dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend mit der Flüchtlingspolitik Merkels unzufrieden. Nur 34 Prozent finden den Kurs nach der Umfrage des Forschungsinstituts Infratest dimap für den WDR richtig. Das ist die geringste Zustimmung seit diese Frage erstmals im Oktober 2015 gestellt wurde, obwohl der Kurs seitdem wie erwähnt immer konservativer wurde.

In der Folge sind auch die Zustimmungswerte für Bundeskanzlerin Merkel selbst erheblich gesunken. Die CDU-Vorsitzende sackte im Vergleich zum Vormonat um zwölf Punkte auf nur noch 47 Prozent Zustimmung ab. Das ist ihr zweitschlechtester Wert in dieser Legislaturperiode. Dagegen legte CSU-Chef Horst Seehofer, der sich mit Stammtischparolen und Stimmenfischen am rechten Rand scharf von der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin distanziert hatte, um elf Punkte auf 44 Prozent zu. Allerdings bemängeln auch 64 Prozent der Befragten, dass der CSU eigene Interessen wichtiger seien als der Erfolg der Bundesregierung. Sogar 91 Prozent kritisieren Streit in der großen Koalition.

Einmal mehr zeigt die Befragung vor allem, dass Einwanderung das über alle anderen dominierende Thema im derzeitigen politischen Diskurs ist.


Diese Daten gehen hervor aus einer Infratest dimap Befragung von insgesamt 1003 Wahlberechtigten am 1. und 2. August.

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